Wir sind Herzwerk,
eine diakonische Initiative für Menschen in Prostitution.

Beratung. Begleitung. Empowerment.

Du brauchst Unterstützung?

Wir unterstützen Menschen in Prostitution sowie Betroffene von Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung in schwierigen Lebenssituationen, bei Alltagsfragen, beim Ausstieg aus der Prostitution sowie beim Erarbeiten neuer Lebensperspektiven.

18.10.2026: Europäischer Tag gegen Menschenhandel

Der europäischer Tag gegen Menschenhandels findet jedes Jahr am 18.Oktober statt. Menschenhandel ist aktuell medienpräsenter denn je. Anfang Juli dieses Jahres berichtete die BBC über eine internationale Großaktion gegen Menschenhandel, bei der mehr als 1.000 Personen festgenommen wurden. An der von Interpol koordinierten Operation „Global Chain“ waren 59 Länder beteiligt.

Die Aktion richtete sich gegen Menschenhandel u.a. zum Zweck der sexuellen Ausbeutung, Zwangsarbeit und erzwungenen Bettelns. Mehr als 40.000 Polizeikräfte auf vier Kontinenten waren im Einsatz. Dabei konnten 2.070 Betroffene oder potenzielle Betroffene identifiziert werden.

Diese Nachricht ist zugleich ermutigend und ernüchternd. Sie verdeutlicht das enorme Ausmaß und die internationale Vernetzung im Bereich "globaler Menschenhandel". Gleichzeitig zeigt sie, wie wichtig die Zusammenarbeit von Behörden, Organisationen und Hilfseinrichtungen weltweit ist. Ebenso entscheidend ist der ganzheitliche Einsatz jener lokalen Organisationen, die täglich mit Betroffenen arbeiten und sie auf ihrem Weg begleiten.

Jede Person, die ausgebeutet wird, ist keine Statistik,

sondern ein Mensch mit einer eigenen Geschichte,

Würde und Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

Nach dem Ausstieg: Empowerment bei der Jobsuche

Die Großzahl unserer KlientInnen erleben in der Prostitution Gewalt: körperliche wie psychische. Sie berichten uns von Drohungen, Misshandlungen, Körperverletzung und Vergewaltigung. Diese Erfahrungen prägen nachhaltig Erleben und Verhalten, Beziehungen und Selbstwahrnehmung der Betroffenen. Betroffene von Gewalterfahrungen in der Prostitution beim Ausstieg aus dem Milieu, der persönlichen Stabilisierung sowie bei der Suche nach einem sicheren Arbeitsplatz zu helfen – dies war Anliegen des zweijährigen, von der EU geförderten Projekts, „Empowerment through vocational integration of victims of gender-based violence“, kurz EVI.

Im EVI-Projekt konnten wir mit unserem Partnerverein Hope for the Future sowie drei weiteren Vereinen aus Deutschland unsere Kenntnisse in der Beratung und Begleitung von Klientinnen und Klienten bei ihrer Jobsuche weiterentwickeln. Deutlich wurde: Die enge Zusammenarbeit zwischen Klientin/Klient sowie Beratenden und Arbeitgebenden ist entscheidend für eine erfolgreiche Jobintegration der Betroffenen – auch über eine anfängliche Integrationsphase hinaus.

Im Laufe des Projekts entstanden Leitfäden für die Pflege eines Netzwerkes von Arbeitgebenden vor Ort sowie für die Vorbereitung der Klientinnen und Klienten auf ihre Integration am Arbeitsmarkt. Das Projekt wurde Dezember 2023 erfolgreich abgeschlossen. Alle Materialien können unter www.evi-europe.eu heruntergeladen werden.

 

Werde aktiv.